Durch die Weiten der wunderschönen Mongolei

Dieser Blogeintrag erzählt die Geschichte von unserer 11-tägigen Rundreise durch die Mongolei.  Wenn ihr auf der Suche nach Reisetipps und weiteren interessante Facts/Eigenheiten der Mongolei seid, findet ihr diese hier.

Die Mongolei. Das Land in dem man neben der Straße schneller fahren kann als darauf. Beobachtet man die Verkehrsteilnehmer könnte man glauben ein jeder wäre betrunken, doch ist dieser Fahrstil ist der einzige Weg, den zahlreichen Schlaglöchern auszuweichen.

In diesem schönen, mystischem Land, das irgendwie niemals in unseren westlichen Medien auftaucht und von dem man eigentlich so garnicht wirklich was weiß außer vielleicht: ah da war doch der Dschingis Khan, oder so?! Dieses Land haben wir uns mal näher angesehen, haben 11 Tage darin verbracht, mit Nomaden gespeist, in deren Jurten geschlafen, viele viele Tiere gesehen und sehr sehr wenige Menschen. Nach unserem Städte-lastigen Russland-Trip und als Vorbereitung auf die chinesischen Megacitys eine sehr willkommene und angenehme Abwechslung.

Welcome to Ulaanbaator
Nach unserer erlebnisreichen Überfahrt in die Mongolei brachte uns nach fünf kurzen Stunden Schlaf in unserem Grenz-Hotel ein Taxi ins nächste Dorf, wo wir ein Ticket für eine acht stündige Zugfahrt ins 200 km entfernte Ulaanbaator ergatterten. Wir machten ungelogen echt bei jedem Kuhdorf halt, auch wenn dieses aus nur 3 Jurten und einem Haus bestand.

Dafür durften wir im Zug gleich mal Bekanntschaft mit den aufgeweckten mongolischen Kindern machen, die mit ihren 7 oder 8 Jahren besser Englisch sprachen als alle Erwachsenen in unserem Waggon zusammen. Mein E-Reader faszinierte die Kids besonders und als sie auch noch sahen, dass ich alle Harry Potter Bücher oben hatte – na da war das Gesprächsthema auch schon fixiert. 😉

Die zwei gewonnenen Tage, die wir ja eigentlich noch in Ulan-Ude verbringen wollten, nutzten wir jetzt um einmal richtig auszuschlafen, den Jetlag zu bekämpfen, einen Waschgang zu erledigen und weitere Schritte unserer Reise zu planen. Auf eigene Faust erkundeten wir außerdem die Hauptstadt Ulanbaataar, entdeckten das Hardrock Café und den Platz um das Parlament für uns.

Die Mongolei ist alleine eher schwer zu bereisen, vor allem im Frühjahr, wenn das Land aus seinem Märchenschlaf erwacht und man zu dieser Zeit noch überhaupt nicht auf Touristen vorbereitet ist, falls das Mongolei jemals ist (Anm der Redaktion). Deshalb haben wir uns den Luxus einer geplanten Rundreise inkl deutschsprachiger Tourguide (wir nannten sie Toni) und Fahrer gegönnt – und es war gut so! Unser Fahrer, Zingeh kennt die Straßen der Mongolei besser als seine Westentasche, er fährt dort wo keine Straßen sind auch ohne GPS (und dort am liebsten), ohne Karte, ohne Google Maps. Letzteres ginge ja auch gar nicht – sorry kein Empfang in der Wüste Gobi).

Also heißt es gleich mal Fahren, Fahren, Fahren

Der zweite Tag unserer Tour bestand aus Autofahren. 600 km, 9 Stunden in einem alten russischen Allradantrieb, gemacht für eine Fahrt durch Sibirien, also nicht minder geeignet für die Mongolei. Neun Stunden wurden wir richtig durchgeschüttelt, Gurte gab es keine und unsere max. Geschwindigkeit betrug um die 70 km (off sowie onroad). Nachdem wir am Abend erfuhren, dass wir jeden Tag mehrere Stunden mit Autofahren verbringen werden (ja natürlich, die Mongolei ist riesig und zwischen Jurten und Provinzen liegt ewig lange Nichts, aber irgendwie haben wir trotzdem nicht damit gerechnet, sooo lange im Auto zu sitzen) verbrachten wir den Abend damit – WIFI sei Dank – Hörbücher (u.a. die triologie der Känguru-Chroniken, der Diamantweg des Buddhismus uvm.) und Musik herunter zu laden, weil Lesen kam bei diesen Straßenverhältnissen nicht in Frage.

Was ist mit dem ersten Tag passiert? Den verbrachten wir klassisch Touri-mässig in Ulanbaartor selbst mit Besichtigung von einem Buddhistischen Tempel, Kaiserpalast und Kriegsdenkmal, also wäre das auch abgehakt.

Die Geierschlucht, oder: Als wir Larissa verloren.

Am dritten Tag starten wir in Richtung unseres ersten touristischen Reiseziels Gobis: der Geierschlucht. Wobei ehrlich gesagt richtig „touristisch“ kann man keine der folgenden Attraktionen nennen, die wir besuchten: wir trafen maximal zwei andere Touristengrüppchen. Tja, das ist wohl der Genuss in den man kommt, wenn man in der Off-Season reist! Die Geierschlucht ist also eine sehr tiefe Schlucht im Herzen der Wüste Gobi, der Fluss in der Mitte der Schlucht war noch gefroren, also konnten wir diese, sehr sehenswerte Attraktion, gut erkunden.

Für alle Drohnenpiloten unter euch Lesern: in Schluchten können unvorhersehbare Windböen auftreten und so mussten wir an diesem Tag einen bitteren Verlust verzeichnen. RIP Larissa I., die Drohne. Seid beruhigt, alle abgestürzten Einzelteile konnte Martin durch seine herausragenden Kletterkünste erfolgreich aus dem Nationalpark bergen.

das bitterste daran- das entstandene Bild, brachte nicht Mal eine besonders überragende Perspektive

Flammende Klippen, Fotos & Kamelreiten

Flammende Klippen

Nach weiteren 2-3 Stunden Autofahrt ging’s zu den Flammenden Klippen, die wirklich eine hervorragende Kulisse für Fotos hergeben und dem Grand Canyon zum verwechseln ähnlich sehen. Der Geschichte nach wurden hier immer wieder Dracheneier gefunden (nein Maria, es waren Dinosauriereier! Anm. der Redaktion). Und weil der Rest der Welt (und wir auch ein bisserl) eh grad im Game of Thrones Fieber ist haben wir gleich so ein Drachenei (immer noch: Dinosaurier!) mitnehmen wollen.

Weiter ging es für uns an diesem Abend zur ersten Übernachtung in einer traditionell mongolischen Jurte. Wir wurden sehr herzlich empfangen (Nomaden freuen sich, denke ich, echt ehrlich über jeden Besuch, da sie nicht allzuoft welchen bekommen) mit einem, für das Land sehr typischen, gesalzenen Milchtee und selbstgemachten Keksen. Der Geschmack des Tees ist gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich nicht schlecht, und in der Wüste sollte man seinen Salzhaushalt eigentlich eh dauernd auffüllen.

Zum krönenden Abschluss des Tages wurden wir von unseren zwei mongolischen Gastbrüdern auf den jurteneigenen Kamelen durch die Wüste geführt. Das vielleicht spektakulärste bei so einem Kamelritt ist das Aufstehen und Niederlegen des „Wüstenschiffs“, ansonsten ist so ein geführter Ritt komplett entspannt, auch wenn man auf einem Kamel doch nochmal höher sitzt als auf einem Pferd. Zwischen den zwei Höckern des Tiers fühlten wir uns ganz gut aufgehoben.

Karfreitag im Sandsturm

Von Ostern an sich bekamen wir ja eigentlich nix mit: die Mongolen sind entweder Buddhistisch oder Atheistisch und Ostereier und Schokolade gibt’s hier sowieso nicht. Das einzige was auf Ostern hindeutet sind frisch geborene Lämmer und Zickleins, die sich auf noch sehr unsicheren Beinchen bewegten.

Am Karfreitag ging es für uns in einen Nationalpark, der für die Wiedereingliederung der Przewalski-Pferde weltberühmt ist. Wer es nicht weiß: das Przewalski-Pferde wird als das „Ur-Pferd“ bzw der Vorgänger unseres heutigen Pferdes gesehen, die Rasse galt im Endeffekt bereits als ausgestorben, in der Mongolei haben sie die Wiedereingliederung aber geschafft und in dem Nationalpark leben nun auch einige Rudel dieser Ur-Pferde. Schon bei der Einfahrt in den Nationalpark merkten wir, dass das Wetter eher schlecht ist, um Tiere zu beobachten: es stürmte stark und in der Wüste wirbelt das natürlich gleich einiges an Sand auf. Naja, dann ging’s für’s erste nur mal ins Museum und danach langsam in unserem russischen Automobil Richtung Unterkunft. Wir würden dieses Mal für zwei Nächte bei einer Nomadenfamilie im Nationalpark nächtigen.

Stück für Stück brachte uns Zinghe weiter durch den Sandsturm der immer stärker wurde. Wenn er zu wenig sah, um weiter zu fahren blieb er für ein paar Minuten stehen und wartete bis sich der Sand wieder etwas legte. Doch irgendwann fuhr er einfach nicht mehr weiter und schließlich stellte er den Motor ab. Der Sand schlug an unser Auto, wirbelte immer mehr Sandkörner auf, die gegen die Fenster und in die Ritzen des Autos drangen, im Auto wurde es immer staubiger. Zinghe und Toni ließen sich nichts anmerken, zumindest aus unserer Sicht verhielten sie sich sehr gechillt und normal. Nach einigen Minuten des Wartens in denen unsere Guides einen heftigen mongolischen Wortwechsel führten (wobei mongolisch immer gestresst und heftig klingt) führte Toni ein Telefonat mit den Leuten vom Nationalpark, damit uns jemand zu unserer Jurte eskortiert, denn bei diesen Sichtverhältnissen gab es keine Möglichkeit für uns weiterzukommen. Dann hieß es wieder warten. Um Marias Gedanken keinen freien Lauf zu lassen, griff Martin bedacht zu den Karten und wie so oft während dieser Reise vertrieben wir das Warten mit Rommy spielen. Immer wieder brauste der Wind stärker auf, ließ den Sand ins Auto wirbeln und wir zogen uns unsere Buffs über den Mund, um die Feinstaubbelastung etwas zu reduzieren. Aber ein gutes Gefühl hatte ich nicht mehr bei der Sache. Zumindest lenkte das Rommy Spielen ab.

Nach fast einer Stunde des Wartens sahen wir sie dann: zwei Männer auf Motorrädern, komplett eingemummt, (die [ehemalige :D] österreichische Bundesregierung hätte aufgeschriehen!) und ausgestattet wie Star War’s „Sand Miner“. Sie waren unsere Rettung und begleiteten uns die letzten Minuten zu unseren Jurten. Dort legte sich der Sandsturm dann auch nach ein paar Minuten endlich und wir genossen ein mysteriös-schönes Dämmerungsbild in der sich beruhigenden Wüste.

Die Rauen Seiten des Nomadenlebens

Der Tag nach dem Sandsturm war für uns ein „freier“ und vor allem gemütlicher Tag. Für Zinghe war es allerdings ein sehr Trauriger: sein geliebtes Auto hatte vom Sandsturm einen massiven Lackschaden davongetragen, außerdem hat sich der feine Sand in allen Ritzen, Ecken und Enden des Autos eingeschlichen. Den ganzen Tag schraubte Zinghe an seinem Auto herum, baute den kompletten Motor aus, putze alle Kleinteile, schraubte sie wieder zusammen und entfernte den Sand von Sitzen, Boden und Kofferraum. Am späten Nachmittag war, bis auf den Lackschaden und den erblindeten, sandgestrahlten Rückspiegeln, das Auto komplett grundgereinigt und für uns ging es quer durch den Nationalpark um Rudel an Przewalski-Pferden, riesige Geier, aber auch halb verweste Pferdekadaver zu sichten.

Am Abend zeigte uns unsere Nomaden-Gastmutter noch den eigenen Tierbestand: unzählige Schafe und Ziegen und zwei Kühe mit ihren zwei Kälbern. Das „mäh“ und „muh“ das sich hier abspielte war unbeschreiblich laut in der sonst so stillen Mongolei. Weil es bei den Schafen und Ziegen hier einfach viel zu viel Nachwuchs gab durften wir ein paar Lämmer und Zickleins mit Kuhmilch aus der Flasche füttern. (Und ich geb zu, hier ging ein Kindheitstraum in Erfüllung.) Gleichzeitig blieb uns das harte Leben, welches die Nomaden und ihre Tiere hier führen nicht erspart: der Sandsturm brachte seine Opfer, manch eines der frischgeborenen Tiere war zu schwach für den Sturm und starb durch die Naturgewalt.

Dschingis Khan Imperium – alle unter einem Dach

Nach zwei Tagen bei der Nomadenfamile im Nationalpark ging es weiter in die kurzzeitige Hauptstadt der Mongolei zu Dschingiskhans Zeiten (also 13. Jahrhundert). Wir (ungeduscht, mit Sand in allen erdenklichen Ritzen und sicher nicht sehr gut duftend) stapften ins dortige Heimatmuseum, wo es einiges über die Geschichte, die Besiedlung und die Bevölkerung der Mongolei zu erfahren gab (empfehlenswert). Eine englischsprachige Museumsangestellte führte uns durch die Epochen der Turks und Hunnen und ihren National Helden Dschingiskhan. Was uns hier besonders faszinierte war, dass es im 13. Jahrhundert anscheinend möglich war, dass Muslime, Christen, Buddhisten und andere religiöse und nicht-religiöse Gemeinschaften in einer Stadt friedlich zusammen lebten: jeder hatte seine Glaubensstätte (Kirche, Moschee…) und eine Unterkunft in der er sich wohl fühlte, egal ob Jurte, Spitzdach-Haus oder arabische Flachdachhäuser.

Eine weitere Premiere stellte für uns der Besuch des lokalen Schwarzmarktes dar. Toni meinte es gäbe keinen besseren Weg um Fleisch einzukaufen also folgten wir ihr, zugegeben mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.

Das oben erwähnte Heimatmuseum hatte übrigens auch super gratis Wlan, weshalb wir sehr schnell herausfanden, dass an dem Tag Ostersonntag ist. Nach einer ausgiebigen Dusche, die uns unser Hostel bot, sehr guten Nudeln mit Tomatensauce und reichlich Tee als Abendbrot sowie netten Gesprächen mit einem Pfadfinder-Pärchen aus Schweden bzw der Schweiz, gab’s dann auch noch ein Ostersonntags-Telefonat mit der Familie, was den Abend wunderbar abrundete.

Zum Abschluss: Wasserfall, Heiße Quellen und Yaks

Die letzten beiden Nächte der Rundreise verbrachten wir wieder in Jurten, und hier muss schon auch mal erwähnt werden, dass die Betten in den Jurten zwar hart und eng sind, im Gegensatz zu den Betten in den Hostels oder Hotels irgendwo in der Mongolei fühlten wir uns in den Jurten aber immer wohler. Was aber wahrscheinlich auch an auch an den Qualitätsstandards der Hotels lag… Ein Lattenrost wird ja überbewertet und kann mit einem einfachen Brett ersetzt werden – angeblich schlafen die Asiaten gerne hart.

vlnr: Martin, Toni, Georg, Gastmutter, Maria, Zingeh, Gastvater

Laut Toni hatte unsere letzte Gastfamilie schon sehr lange keine Gäste mehr und das merkte man auch bei ihrer überaus freundlichen Begrüßung und wie sie uns herzlich die Hände schüttelten – sie waren richtig, richtig froh, mal wieder Menschen zu sehen. 😉 Die Landschaft in der das Nomaden-Ehepaar wohnte war wunderschön: rund herum vereinzelte Pferde und das erste Mal, dass wir einen richtigen Wald in der Mongolei sahen – die russische Grenze war ja auch nicht mehr weit. Ausserdem ein breiter Fluss mit vielen Steinen und ein stürmischer Wasserfall. Im Sommer ist es einfach den Fluss zu überqueren, weil weniger Wasser fließt und das Wasser generell seichter ist. Für uns war es nicht soo einfach, sich einen Weg über die Steine und Mini-Inseln zu Bahnen, um den Wasserfall näher zu betrachten. Und weil Georg und Martin einfach schneller waren beim Überqueren und ich dann auch noch auf einem Wackelstein ausrutschte und mit dem halben Bein im Wasser stand, blieben Toni und ich auf der anderen Seite des Flusses zurück und lieferten uns einen ausgiebigen Frauen-Tratsch. – War auch mal nett. 🙂

Orkhon Wasserfall
2 Schamanen in Action

Am letzten Tag in der mongolischen Steppe ging’s noch einmal eine Stunde mit dem Auto Richtung heißer Quellen. Als wir 2017 in Island waren, haben uns die heißen Quellen dort durch und durch überzeugt und wir stellten uns ein feines, warmes Gewässer vor, in dem wir für ein paar Stunden plantschen können. Als Martin voller Motivation seine Badehose und ein Handtuch einpackte ließ uns Toni aus allen Wolken fallen: na, also zum Baden ist das nicht, das ist viel zu heiß und die Quellen sind eher nur zum Ansehen gedacht. Okay, naja hinschauen kann man ja trotzdem. Gelohnt hat es sich nicht unbedingt: aus einer kleinen Felsspalte sprudelte superheißes Wasser, welches sich über weitere Steine verteilte und es stank nach Schwefel, was wir aber schon von den isländischen Quellen gewohnt waren. Toni merkte unsere kurzzeitig eher enttäuschten Gesichter und startete noch den Versuch, beim nahegelegenen SPA, der noch sehr geschlossen aussah, nachzufragen ob wir hier die Möglichkeit auf unsere heiße Quelle bekommen. Das war vielleicht das einzige Mal, dass wir die Off-Season bereuten und traten die wackelige Rückreise im Auto Richtung Jurte an.

Abgefülltes Wasser der heißen Quellen

Am Rückweg bot sich noch die Gelegenheit, zum Wasserfall vom Vortag zu spazieren und ihn auch von weiter unten zu betrachten. Auf diesem Spaziergang begleitete und ein streunender Hund, der sich zuerst als sehr verspielt und aufmerksamkeitsbettelnd zeigte, danach aber rasch zum treuen Begleiter über Steine und am Fluss entlang wurde. Nur als es dann zurück zum Auto ging und sich eine riesige Yak-Herde quer über die Wiese verteilt hat, war er auf einmal weg. Yaks sehen mit ihren riesigen, langen Hörnern und dem grimmigen Blick eher unfreundlich aus, sind aber durchaus harmlos. Für mich war es trotzdem eine große Herausforderung zwischen den Tieren durch zu spazieren, die uns mit ihrem durchdringenden Blicken anstarrten. Für Martin und Georg war es nur die ideale Gelegenheit geniale und sehr nahe Schnappschüsse der Yaks zu machen.

Zurück nach Ulaanbator, zurück in den Zug

Ein wahnsinnig gutes Abendessen von unserer Gastmutter (Frittierte Teigtaschen mit Lammfleischfüllung) ließen uns in unserer letzten Jurten-Nacht sehr gut schlafen. Das letzte Mal laaaaange Autofahren im rumpelnden russuschen Fahrzeug stand an und nachdem die mongolische Landschaft über Nacht etwas angezuckert wurde (Schnee!) und die Flüsse zum Teil mit einer dünnen Eisschicht bedeckt waren, blieb auch die letzt Fahrt richtig abenteuerlich. Aber Zingeh meisterte große und kleine Flussübergänge sowie steile Auffahrten, Schlaglöcher und Schotterwege wieder grandios und somit kamen wir Abends zwar erschöpft aber gut gelaunt in Ulaanbator an.

Ein finales Abschiedsessen mit unseren Tourguides stand an, mit mongolischem BBQ und schmackhaften Spezialitäten. Nur ohne Bier. Ihr denkt euch jetzt sicher whaaaat? Glauben wir euch nicht! Aber es war so und das lag auf keinen Fall an uns. In der Mongolei gab’s zu dem Zeitpunkt einfach grad ein Alkoholverbot und damit mussten wir eben leben. War nur halb so schlimm, denn wir schliefen auch an diesem Abend wieder wie Babys und träumten wohl schon von den bevorstehenden Abenteuern im Land der aufgehenden Sonne.

PS: wir wissen, dass dieser Beitrag etwas länger geworden ist und versprechen uns in Zukunft zu bessern.

PPS: dieser Beitrag hat auch etwas länger auf sich warten lassen, da der Zugriff auf unsere Google Konten durch die Chinesische Regierung erheblich erschwert wurde.

3 Comments

  1. Tatjana Pachinger

    War ein ganz besonderes interessantes Reiseerlebnis! Die Berichte sind nicht zu lang, sie lesen sich auch sehr spannend. Weiter so! Ich wünsche Euch noch viele auregende und unaufgeregte Erlebnisse. Bussi!

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