Malaysia

Kuala Lumpur

Es war die erste, von später weiteren folgenden, Wiedervereinigungen mit Georg. Nach wenigen Tagen in der Hauptstadt Malaysiens, Kuala Lumpur (die alle nur „KL“ nennen) erfuhren wir, dass es Georg nach kurzem Aufenthalt wieder auf Sumatra zog – die Gründe dafür waren zu diesem Zeitpunkt auch für uns noch unbekannt. 

Nach dem monatelangen Reisen durch Asien fiel uns eines besonders auf: die Sauberkeit und die großzügig geräumige Bauweise der Innenstadt KL’s. Also genossen wir dies und bummelten gleich mal stundenlang durch die Innenstadt. 

Da z’Haus gerade Hauptreisezeit war, bereisten auch Marias Cousin, Fabian und seine bildhübsche Freundin Babsi zur gleichen Zeit KL, was zum gemeinsamen Stadtbummel, Abendessen und dem Anblick der Springbrunnen-Lichter-Show im Petrona-Towers Park führte.

In unserem Hostel, das uns von Marias Cousine (danke Helene!) empfohlen wurde, herrschte reges Treiben: kunterbunt, international und weltoffen, waren auch die anderen Hostelbewohner. Außerdem wurden regelmäßig Pub-Quizzes und Pub-Crawls angeboten, was das ganze noch näher an ein Studentenheim brachte – u.a. deshalb verlängerten wir gleich 2 Mal unseren Aufenthalt dort. Beim Frühstück lernten wir eines Morgens Renata kennen. Die Anwaltskanzleiassistentin aus Kanada wurde an diesem Morgen von ihrem Begleiter versetzt, deshalb erkundeten Maria und ich gemeinsam mit ihr den Urwald der Großtstadt, mit seinem Skywalk und machten einen abkühlenden Spaziergang durch eine der vielen, vielen Shopping-Malls (jede einzelne Mall in KL ist übrigens bei Weitem pompöser als unsere Plus-City, z’Haus in Linz-Land).

Am Abend stieß dann doch noch Renatas Begleiter, Cole dazu, ebenso Kanadier. Cole verbrachte schon einige Monate als Tourguide in KL und wusste deshalb am besten, in welchen Bars es Drinks zu günstigen Preisen mit überwältigenden Aussichten gab. So planschten wir an diesem Nachmittag gratis einen Rooftop-Pool mit Blick über alle möglichen superteuren Hotels und am Abend galt es die besten Rooftopbars der Stadt zu erkunden. Die erste, die unter Tags als Helikopterlandeplatz dient und somit ohne großer Absperrung beste Aussicht über die Skyline bietet und die zweite, direkt neben den Petronas-Towers. Die Towers sind mit ihrem markanten Aussehen nicht nur das Wahrzeichen von Kuala Lumpur, sondern mit ihren 88 Stockwerken und der 452 m Gesamthöhe auch die höchsten Zwillingstürme der Welt!!! Schon ein beeindruckendes Gefühl, direkt neben diesen Towers – die auch als Drehort für u.a. Mission Impossible genutzt wurden – im 57. Stock, einen Drink zu genießen!

Falls jemand eine Fotosammlung von den Petrona Towers benötigt, aus jedem Winkel, egal bei welcher Tages oder Nachtzeit, meldet euch bitte beim Martin 😉

iCity

In Malaysia wollte ich eigentlich für 1 bis 2 Wochen ein „Workaway“ machen. Nach 2 Tagen, vielen Bügelstunden und wenig Interaktion mit unseren Co-Arbeitern brachen wir dieses Projekt ab und beschlossen, dass wir nach dieser Reise um die Welt ja wohl noch genug arbeiten und bügeln werden müssen. Was Martin dazu noch unbedingt loswerden will: dieser fühlte sich zurückversetzt in die erste Klasse Bad Leonfelden, Wäschereiunterricht. Damals wie heute stundenlanges bügeln von Wäsche, mit dem einzigen Lichtblick, als Hahn im Korb mit lauter hübschen Mädels Zeit verbringen zu können.

Es entstand Plan B und Martin buchte uns für die kommenden Tage ein großzügiges Apartment in der „iCity“, einer Vorstadt KLs mit technologischer Vorreiterrolle. Im 27. Stock sollte unser Apartment sein mit einer Küche ausgestattet, um endlich wieder mal selbst kochen zu können (in Asien war das Essen gehen einfach so billig, bzw groß Lebensmittel ungekühlt herumzuschleppen, ist halt auch nicht das gelbe vom Ei). Wir nutzten diese Chance mit Euphorie und sehr enthusiastisch und tischten Kaiserschmarr’n mit karamellisierter Ananas und Drachenfrucht, Pasta mit frischem Gemüse und weitere Köstlichkeiten auf.

Was war sonst noch besonders an der iCity? So einiges: Wir wohnten in einem von insgesamt 7 Hochhäusern, die mit Pool und Parkgarage, Cafes und Wäschereien zu einem modernen Komplex verschmolzen. In diesem Komplex befanden sich ausserdem noch, wie es sich für KL gehört, eine eigene Mall und ein Minivergnügungspark mit Hochleitungsbahn, einem Riesenrad, ein Wachsfigurenkabinett, einer Winterwonderland-Halle – dem wohl einzige Ort in Malaysia, an dem man Schnee bestaunen kann – und viele dekorative Figuren und große Wand-Malerein. Wir wollten es unserem Grab-Fahrer bei der Anreise zur iCity zuerst ja gar nicht glauben, als er von beleuchteten Bäumen, riesigen Figuren von russischen Babuschkas, dem Schloss von Aladdin und ein paar Nimbus 2000 aus der Harry Potter Serie sprach – wurden aber nicht enttäuscht und so ließen wir unserem inneren Kind freien Lauf.

Neben Kochen und dem erkunden unseres Komplexes widmeten wir uns dem Kaffetrinken und Blogschreiben und genossen es, wiedermal eine richtige Wohnung für uns zu haben.

Georgetown

Nach der iCity ging es mit dem Bus hinauf in den Norden Malaysias, auf die Insel Penang in das Städtchen Georgetown, das uns gleich von mehreren Seiten empfohlen wurde. Georgetown ist vor allem für seine Streetart bekannt – ein paar dieser Malereien und Kunststücke kennt man auf der ganzen Welt.

So schlenderten wir viel durch die schönen Gassen und Straßen der Insel, spielten Karten und ließen uns von Bars mit Life-Musik verführen. Bei einem unserer gemütlichen Stadtbummel stießen wir auch auf ein Harry-Potter Pop-Up Cafe, wo es natürlich gleich mal ein wirklich richtig gutes Butterbier zu trinken gab. Martin kletterte in eine riesengroße, kunterbunte Kanone und kaufte sich, weil er Sehnsucht nach seiner Gitarre hatte kurzerhand eine Ukulele, die seither unsere Reise mit ihren wundervollen Klängen begleitet. Neben dem Ukulelen Klassiker „Over the Rainbow“, werden wir auch häufig mit „Hotel California“, „Über den Wolken“, aber auch „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern beglückt.

Auf Penang gibt es außerdem noch den Penang Hill, den man sowohl zu Fuß, als auch per Zahnradbahn erklimmen kann – wir entschieden uns für 5 km steil bergauf, auf einer asphaltierten Straße. Oben angelangt stießen wir gleich mal auf einen Erdbeben/Tsunami-Simulator (den wir dann aber nicht besuchten) und einen kitschigen Herzalpark. Eine romantische Wanderung ist was anderes, aber der Urwald rundherum, die Aussicht oben am Berg und die vielköpfige Affenfamilie beim Abstieg machten den Asphalt wieder wett.

Die Highlands

Nein, uns zog es dann nicht auf einmal in die schottischen Highlands. Auch Malaysia hat seine Cameron Highlands und diese waren ein kühler Balsam für unsere aufgeheizten Körper, die schon seit Monaten von der Dauer-Schwüle Asiens umgeben waren.

Die Highlands stellen die Korn-, Frucht- und Gemüsekammer Malaysias dar und bieten viele verschiedene Geh- und Wanderwege durch den malaysischen Dschungel, die wir auch gleich an 3 Tagen in Anspruch nahmen. Zwischen Dschungel mit Palmen und von Baum zu Baum springenden Affen ging es schöne Wurzelwege bergauf und bergab. Eine Liane versüßte uns bei einem weiteren Aufstieg den Tag und quer durch Gemüse- und Teeplantagen, wanderten wir wieder hinunter ins Tal. Ähnlich wie in China waren die Wanderwege sehr verlassen und wir trafen, wenn überhaupt, nur weiße Mitwanderer an. Malaiaen bzw Pakistani und Araber (welche die Haupttouristengruppe in Malaysien bilden) traf man nur bei den tiefer gelegenen und mit Reisebus erreichbaren Attraktionen an. Nachdem wir lange Zeit ganz alleine durch die Teefelder gingen und die endlose Weite, schöne Hügel und natürliche Stille genossen, endeten wir mitten in einem Tee-Haus mit angelegtem Tee-Garten, das von Touristen nur so überlaufen war. Das eigentlich verstörende war aber, dass sich die Menschen hier einen max. 15 Minuten Fußmarsch ersparten indem sie sich von großen Golfwägen herum chauffieren ließen…

Melakka

Seit unserer Aufteilung waren wir hier dem Georg so nahe wie lange nicht mehr – der Grund: anliegend an Malakka befindet sich auch die gleichnamige Meeresenge, die Straße von Malakka, über die mit einer kurzen Fährenüberfahrt die Insel Sumatra in wenigen Stunden erreichbar wäre.

Melakka wird als Hochburg für Foodies (Mischung aus Gourmets und Gorments die einen natürlichen Drang dazu verspüren ihr Essen mit dem Smartphone zu fotografieren) angepriesen. So fügten wir uns unserem Schicksal und ließen es uns auch richtig gut gehen.

Da wir weiter in den Süden, also immer näher ran an den Äquator kamen, wurde es immer heißer, schwüler und stickiger. Das hielt uns aber nicht davon ab, laufen zu gehen oder bis zur bildhübschen Moschee am Wasser zu spazieren, wo sich Maria dann auch noch ein Kopftuch überwerfen durfte, um die Mosche auch betreten zu dürfen – steht ihr oder?

Rückblickend ist Malakka eine wunderschöne Stadt um durch die Straßen zu schlendern, das Streetart zu begutachten und die Kirchen und Moschees zu bestaunen.

MAGEMA Reisetipps Malaysia

  • KL bietet viele kulinarische Verführungen, diese wollen genutzt werden!
  • Auf der Helibar in KL den Sonnenuntergang bestaunen und im 57. Stock neben den Petrona Towers auf einen Drink gehen
  • Klopapier eingesteckt haben – immer und überall und nicht davon ausgehen, dass Klos damit ausgestattet wären
  • in den Malaysischen Highlands wandern gehen und als Abschluss in eines der vielen Teehäuser auf eine Teejause gehen (the Smokehouse)
  • sich auf das offene, multikulturelle Miteinander des Landes einlassen – von Mini-Rock bis Burka, von Schawarma über Weißbier bis hin zu Burger und chinesische Hot-Pots, in Malaysia ist alles möglich

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